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Sonntag, 16. August 2020

Resümee der Südküstentour Spanien 2020

Nun sind wir seit einer Woche zurück aus dem Urlaub. 22 Tage waren wir unterwegs - davon 20 an der Spanischen Südküste. Als wir Mitte Juli starteten war in puncto Corona in Spanien noch alles halbwegs im grünen Bereich. Aber zur Mitte unseres Urlaubs gingen die Zahlen hoch und uns ereilte in den letzten Tagen dann tatsächlich noch eine Reisewarnung für unser letztes Urlaubsgebiet Katalonien.


Wir haben die Südküste Spaniens von West nach Ost bereist - und zwar von Tarifa bis Barcelona - also 1230 km Küste. Mit dem Mietwagen zurückgelegt haben wir insgesamt rd. 3500 km incl. aller Ausflüge. Wir haben 0 Euro Maut bezahlt, da es auf der "alten" Mittelmeer-Autobahn, welche mautfrei ist, einfach schneller voran ging und es auch die schönere Strecke ist.


Mit etwas Abstand möchte ich meine Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrücke hier nochmal thematisch zusammenfassen:


Zug zum Flug:

Flüge aufs spanische Festland gibt es ab Leipzig nicht. Also brauchten wir einen Zug zum Flug, da ich keinen Zubringerflug wollte. Die Tickets hab ich über Lufthansa direkt gebucht. 89 Euro pro Strecke in der 2. Klasse für uns alle drei. Dazu dann noch 8 Euro für alle drei Sitzplätze (Familientarif bei der DB direkt). Unterm Strich lohnt sich das. Für das Geld bekommt man nämlich sonst nur mit viel Glück n Supersparpreisticket. Und mit Rail&Fly der LH ist man günstig unterwegs - gilt auch 1 Tag vor Abflug und 1 Tag nach Ankunft und man hat keinerlei Zugbindung. Würd ich jederzeit wieder einem innerdeutschen Zubringerflug vorziehen - ist einfach entspannter und günstiger.


Flug mit Lufthansa:

Trotz der coronabedingten Turbulenzen im Vorfeld mit Wechsel des Ankunftsflughafens hat alles prima geklappt. Problemlose Umbuchung, 0 Euro draufgezahlt, pünktliche Starts und Landungen, freundliche Crew - gern wieder! Dass die Flieger voll besetzt waren und die Crew tatsächlich Leute drauf hinweisen musste, die Maske zu tragen, war nicht schön, aber so ein Flugzeug fliegt nunmal nicht halbleer und der Mensch an sich ist eben das größte Problem bei der Einhaltung von Regeln - nicht die Regeln an sich.


Die Flughäfen in Malaga und Barcelona waren sehr gut auf das Thema Corona eingestellt. Es wurde kontrolliert, Abstand gehalten und man fühlte sich sicher. Der Flughafen in Frankfurt allerdings war eine Katastrophe! Nach unserem Rückflug kamen Koffer aus 3 Maschinen und 3 verschiedenen Ländern auf Gepäckband 6 an. Unser Flieger kam ja aus einem Risikogebiet und nun durften sich Gäste aus Griechenland und Schweden mit uns am Kofferband drängen. Die Räumlichkeit ließ einen Sicherheitsabstand von 1,50 m gar nicht zu und Sicherheitspersonal, welches die Leute mal auf das richtige Tragen der Masken hinweisen könnte, war schlicht nicht vorhanden. Ich hatte dazu im Nachgang eine Anfrage an den Flughafen gestellt - ich habe keine Antwort erhalten.


Mietwagen von AVIS über ADAC:

ADAC: Durch Flugumbuchung musste auch der Mietwagen kurzfristig umgebucht werden. Keinerlei Probleme damit. Alten Mietwagen am Flughafen Sevilla storniert, 100 % Kostenerstattung, Geld am nächsten Tag zurück auf meinem Konto. Neuen Mietwagen zu den gleichen sehr guten Konditionen neu gebucht - alles prima.

AVIS: Übernahme Mietwagen in Malaga problemlos - auch wenn Schalter im Flughafengebäude geschlossen war, haben wir über einen kleinen Umweg zur Rückgabestation unser Auto bekommen. Service sehr freundlich. Auto wie gebucht bekommen. Fast neuer Opel Grandland X Automatik. 3500 km später Rückgabe dann in Barcelona. Rückgabestation am Flughafen gut gefunden. Es fand eine richtige Übergabe statt und ich bekam einen Ausdruck, dass 0 Ansprüche mehr gegen mich bestehen. Kaution auf Kreditkarte war umgehend freigegeben. An beiden Stationen sehr strenge Hygieneregeln mit Desinfektion, Abstandshalter und keinerlei Kontakt (selbst der Schlüssel war in eine Tüte zurückzugeben, damit die AVIS-Mtiarbeiterin ihn nicht anfassen muss). War unser erstes Mal bei AVIS - wir waren sehr positiv überrascht - sollten wir wieder wählen!


Der Opel Grandland: Nunja ... Wozu werden solche Autos gebaut? Fahrende Schrankwand mit hohem Verbrauch (ca. 8 l Super auf 100 km) trifft es ganz gut. 

Aber er hatte auch Vorteile: Dank Automatik und sonstiger toller Ausstattung ließ es sich ganz gut damit fahren und parken (Kamera ist bei dem Auto ein Muß, wenn man was sehen will nach hinten). Das Mehr an Bodenfreiheit haben wir regelmäßig in Anspruch genommen - gibt es doch in Spanien schon mal größere Absätze an Aussichtspunkten oder hohe Bordsteinkarten wo man Beifahrertüren gut demolieren könnte. Platzmäßig haben wir 3 Personen und unsere 3 mittleren Koffer gut reingepasst... Für einen 4. - auch kleinen Koffer - wäre aber kein Platz gewesen. Sitzkomfort war gut - bequem auch auf langen Strecken. Privat würd ich für so ein Auto aber kein Geld ausgeben. Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Sieht aus wie ein Geländewagen, ist aber nicht geländetauglich (wir musten 1x umkehren auf ner Straße im Gebirge). Man sitzt weit oben, hat nen Überblick, muss aber stellenweise bei 1,61 m Körpergröße beim Aussteigen hopsen. Für das Geld dieses SUV gibts bestimmt n Auto mit mehr Komfort, ner Lenkung wo man die Straße auch spüren darf und vor allem mehr Leistung im Vergleich zum Gewicht. 130 PS sind einfach zu wenig für diesen Stadtpanzer! Da mag ichs doch lieber handlich, spritzig, übersichtlich. Fürn Urlaub war der Opel Grandland sehr gut - er passte zu den spanischen Gegebenheiten und wir würden wieder so nen SUV nehmen, um nirgends anzuecken und aufzusitzen.


Hotels über TUI:

Von 7 Hotels haben wir 3 über TUI gebucht. Auch hier setzte sich der Trend der letzten Jahre fort, dass TUI-Kunden vermutlich immer die besten Zimmer bekommen und alles problemlos abläuft. Ein Hotel hatte noch geschlossen - hier hat die TUI 5 Tage vor Reiseantritt auf ein höherwertiges selbständig umgebucht, uns informiert und 0 Aufpreis verlangt.

Folgende Hotels waren über TUI gebucht:

- SplashWorld Globales Playa Estepona **** in Estepona

- Best Roquetas **** in Roquetas de Mar

- Albir Confort Avenida Golf ***+ in Albir

Alle Hotels entsprachen zu 100 % der Katalogbeschreibung bzw. hatten Annehmlichkeiten, die im Katalog gar nicht beschrieben waren.


Hotels über booking.com:

2 Hotels haben wir über booking.com gebucht. Da bin ich mir manchmal nicht so sicher, ob man auch wirklich bekommt, was man bestellt - aber manchmal gibt es eben bei anderen Anbietern nicht das, was man gern möchte. Diesmal aber mit beiden Hotels alles super gelaufen:

- Soho Los Naranjos*** in Malaga 

- Golden Beach Appartamentos **** in Sant Carles de la Rapita

Zu letzterem Apartment sei gesagt, dass wir hier ein Traum-Domizil erhalten haben. Geräumig und mit riesiger Dachterrasse. Und Peter, welcher uns empfing, erzählte uns, wie sehr es ihm eine Ehre sei, uns als Deutsche Gäste zu begrüßen - wir waren nämlich die ersten 2020 aus Deutschland. Es gab von ihm nicht nur alles zum Apartment, zur Anlage, zu Poolzeiten, zur Hygiene usw. zu erfahren. Es wurde auch alles zahlungsmäßig elektronisch und schnurlos bei der Übergabe abgewickelt. Und es gab dann per WhatsApp noch die Highlights der Region als Reisetipps. So einen Service und solche Herzlichkeit haben wir bislang nur selten erlebt.


BestWestern:

Als bekennende BW-Fans durfte natürlich auch hier ein Hotel auf unserer Route nicht fehlen:

- Best Western Mediterraneo **** in Castelldefels b. Barcelona

Hotel haben wir mit BW-Rewards-Punkten bezahlt und wieder über die Zentrale in Mailand bei Frau Will gebucht - da buch ich eigentlich am liebsten - irgendwie passt das! Es gab ein ZimmerUpgrade für den Diamond-Status und ein Begrüßungsgeschenk. Immer wieder gern BestWestern - tolle Hotels für normale Menschen!


Hotel am Flughafen Frankfurt/Main:

Auf Grund der frühen Abflug- und späten Ankunftszeit haben wir uns entschieden, je vor und nach dem Urlaub eine Übernachtung am Flughafen FFM zu buchen. Nach Recherche fiel mir das

- Meininger Hotel Frankfurt Airport ***+

ins Auge. Klang von der Beschreibung her gut. Sah gut aus. War saugünstig. Wir haben hier incl. Kurtaxe ca. 65 Euro pro Nacht für ein Dreibettzimmer incl. 3 Lunchpaketen bezahlt. Und das Hotel liegt 1 U-Bahn-Station vom Flughafen entfernt. Und von dieser U-Bahn-Station kann man locker mit dem Koffer zum Hotel laufen - sind vielleicht 300 Meter. Im Hotel junges und lockeres Personal, welches Spaß am Job hat und sehr freundlich ist. Die Zimmer sauber, zweckmäßig und dem Standard entsprechend. Gern wieder, wenn der Flieger ab FFM startet.


Die Tour entlang der Südküste in Zeiten von Corona:

Landschaftlich ist das schon was, wenn das Meer und die Berge gar nicht so weit voneinander entfernt sind. Man kann je nach Laune Strand, Hafen, Stadt oder Berg, Burg, Dorf besichtigen. Man kann baden, man kann wandern, man kann shoppen, man kann Schiff fahren, man kann einfach nur durch die Berge kurven oder faul am Pool liegen. Abwechslung ist geboten und Wetter gabs auch - nämlich Sommer - jeden Tag über 30 Grad, Sonne satt und selten mal ne Wolke.


Wir haben uns coronabedingt von vielen Touristen-Hotspots und großen Städten ferngehalten - wir mögen eh lieber Ruhe, schöne Natur und das anzuschauen, was nicht in jedem Reiseführer beworben wird. Zu unseren einzelnen Aktivitäten und Ausflügen gibt es im Blog separate Beiträge.


Die Hygienstandards in Spanien sind sehr gut und man hat dort irgendwie an alles gedacht. Es wird überall desinfiziert - am Stand, der Promenade, in den Hotels. Es gibt Zutrittsbeschränkungen in Bezug auf die Personenzahl, Abstandshalter und wirklich an jeder Ecke Handdesinfektion - egal ob am Parkscheinautomaten oder auf dem Hotelflur. Ich glaub, in Deutschland wär das schon deshalb nicht möglich, weil die Leute das Zeug klauen würden.


Jeder einzelne Strand hat eine Tafel, wo die Corona-Strand-Regeln gut verständlich zu sehen sind. Auch dazu hab ich einen separaten Blogbeitrag verfasst und mal alle Strandtafeln aufgeführt. An manchen Buchten gibt es auch Kontrollen, damit nicht zu viele Leute dort sind.


Die Menschen setzen die Maßnahmen um ohne zu murren. Es gehört für sie bereits zum Alltag und die meisten sehen das alles gar nicht mehr als Belastung oder zusätzliche Arbeit. Auch die Maskenpflicht ist strenger als in Deutschland und ich finds gut! Klar ist es warm da drunter - aber ehrlich, es ist zu meinem Schutz und zum Schutz der Anderen. Und in einer Pandemie kann man da schonmal gesellschaftlich bissel rücksichtsvoll unterwegs sein. Und es gibt genug Gelegenheiten, auch ohne Maske zu sein: Stand, Pool, Wandern in den Bergen. Die Spanier halten sich überwiegend dran und die Spanier wissen auch, dass die Maske über die Nase gezogen werden muss und vor allem wissen die Spanier, wie groß 1,50 m ist. Beides in Deutschland nahezu unbekannt!


Warum die Corona-Zahlen in Spanien so stark steigen bei den ganzen Maßnahmen, will gar nicht so richtig in meinen Kopf. Sind das wirklich nur die jungen Leute, die sich oft abends nicht an die Regeln halten, Feiern gehen und die Flasche am Strand rumgehen lassen? Oder ist es die Lebensweise der Spanier - große Familien, im Privaten wenig Abstand usw.? Ich weiß es nicht. Und ich möcht auch gar nicht wissen, wie die Zahlen explodieren würden, gäbe es die hohen Standards in dem Land nicht. Hätten wir in Deutschland diese Hygienstandards wie in Spanien, würde sich hier vermutlich gar keiner mehr anstecken können! Aber uns Deutschen gings ja noch nicht schlecht genug, deshalb können wir das alles ja noch ne Weile ignorieren. Fakt ist: Als Tourist kann man sich sehr sicher fühlen solang man sich an die Regeln hält und es würde schwer werden, sich anzustecken.


Zu sagen bleibt aber: Man sollte schon ne Tour machen und nicht 14 Tage an einem Ort bleiben - so viel zu gucken gibts an den einzelnen Abschnitten nämlich dann auch nicht. Und da wir es meist nicht länger als 2 h am Strand oder Pool aushalten und ja im Urlaub was sehen und erleben wollen, wär uns die ganze Zeit an einem Ort zu langweilig geworden. Urlaub und Erholung sind für uns neue Eindrucke, was dazulernen, erkunden und ab und zu relaxen.


Und 3 Wochen sollte man auf jeden Fall planen, wenn man die ganze Südküste erleben möchte. 4 Wochen wären wohl sogar noch besser gewesen, aber wer hat schon so viel Urlaub?


Nach der Rückkehr... Corona Test und Deutschlands Oberflächlichkeit:


Was die Panne bei den Tests in Bayern grad aktuell zu Tage fördert, hab ich bereits letztes Wochenende erlebt und dokumentiert: Es werden im Flugzeug Aussteigerkarten verteilt, man verpflichtet Leute zum Test: Nur kann man bei beiden Dingen beliebige Namen angeben - es wird nämlich 0 geprüft. Keine Ausweiskontrolle, kein Datenabgleich, kein Interesse ob man sich überhaupt testen lässt oder meldet und noch nichtmal ein Wegweiser, wo der Test stattfindet. Da werden Dinge befohlen, deren Einhaltung gar nicht kontrolliert werden kann. Dieses Vorgehen ist an Oberflächlichkeit nur schwer zu überbieten - es demonstriert die große Hilflosigkeit im sonst so peniblen Deutschland!

Auch hierzu gibt es zwei separate Beiträge in meinem Blog... übers Ankommen mit Aussteigerkarte, das Suchen der Teststelle und wie der Test vonstatten ging. Nur soviel noch: wir erhielten nach exakt 24 h unsere Ergebnisse per Mail und waren Alle negativ! Alles andere hätte mich ehrlich gesagt auch gewundert.

Corona-Test FFM Flughafen


Aussteigerkarte Einreise


Fazit:

Gut, dass wir gereist sind! Es war dann wohl trotz Corona entspannter als im vollen Deutschland - so leer und ruhig werden wir Spanien vermutlich auch nie wieder besuchen dürfen. Wir haben nur wenige Deutsche getroffen - auch das ist mal Entspannung.


Und gerade in der jetzigen Situation hat man auf so einer Reise noch mehr gelernt, als bei sonstigen Urlauben. Nämlich nicht nur, dass man in Spanien Cent-Beträge mit Kreditkarte bezahlen kann, die meisten Getränke in zuckerfreien Varianten angeboten werden oder an jeder Ecke Mülleimer und Fußgängerüberwege sind... Nein, in diesem Jahr gab es auch zu erleben, wie ein von der Pandemie schwer getroffenes Land versucht wieder aufzustehen, wie Menschen mit Beschränkungen positiv umgehen können, wie ein Land Preise für Masken usw. deckelt, damit kein Wucher entsteht und vor allem, wie man sich 3 Wochen am Stück mehrmals am Tag die Hände desinfizieren kann, ohne davon auch nur ansatzweise Hautprobleme zu bekommen (Desi-Gel mit 70 % Alkohol und pflegendem Zusatz - überall!). Da is nich nur Hygiene, man fühlt sich damit auch noch wohl und nicht eingeschränkt! Man setzt eben drauf, Dinge anzubieten, die die Menschen nicht als Last empfinden. Die Umsetzung der Maßnahmen in Spanien motivieren irgendwie, da gern mitzumachen.


Aktuell gibt es nun für ganz Spanien (außer Kanaren) die Reisewarnung. Viele Menschen werden ihren gebuchten Urlaub nicht antreten können - wir hatten da noch Glück. Der Tourismus in Spanien kommt so ziemlich zum Erliegen und mir persönlich tut das so unendlich leid für die vielen Menschen dort, die vom Tourismus leben, die stets optimistisch und gut gelaunt uns gegenübergetreten sind und die alles gegeben haben, um wieder zu einer Normalität zurückzukehren.


Man kann sich nur für die Bemühungen und die Gastfreundschaft der Spanier bedanken, ihnen alles Glück der Welt wünschen, dass sie auch diese zweite Welle irgendwie überstehen und wieder aufstehen... und wir kommen sicher nochmal wieder!


¡Gracias España por estas maravillosas semanas!



Mittwoch, 12. August 2020

Reiserückkehrer - Ursprung neuen Übels? Eben nicht!

Die Zahl der Corona-Infizierten in Deutschland steigt - seit einigen Tagen - genau wie in anderen Ländern der EU auch. Doch nun passiert in Medien und sozialen Netzwerken etwas, was es bei der ersten Welle nicht so gab: Es wird nämlich die Frage gestellt, woher das Virus denn nun wohl schon wieder "eingeschleppt" wurde. Schnell besinnt man sich auf die europäische Reisefreiheit und der Schuldige ist fast gefunden... Aber so einfach isses nich! Schaut man sich den Lagebericht des RKI von gestern unter


auf Seite 12 an (er bezieht sich auf die letzten 4 Wochen), so stellt man sehr schnell fest, dass die meisten Infektion innerdeutschen Ursprung haben - nämlich 71 % von den insgesamt erfassten 12.120 Infektionen. Aus dem Ausland kommen die meisten Infektionen aus:

- Kosovo mit 9 %
- Türkei mit 4 %
- Kroatien mit 2 %

Spanien - das Land in dem ich bis Samstag urlaubte, liegt auf Platz 10 mit 0,88 %!

Aber mal zu den Spitzenreitern:

Deutschland (NICHT-Risikogebiet): Da sind ja die Hotspots bekannt und die gibt es überall in der EU - Erntehelfer, Diskotheken, Pflege- und Behindertenheime. Was in Deutschland nicht erfasst wird, sind die innerdeutschen Urlauber - die haben nämlich einfach keinen Anspruch auf einen Test. Man wird oder will also nicht feststellen, ob sich der Deutsche im eigenen Land im Urlaub angesteckt hat.

Kosovo (Risikogebiet): Eher unwahrscheinlich, dass hier die deutsche Durchschnittsfamilie ihren Urlaub verbringt... könnte schon am fehlenden Strand liegen. Dennoch gibt es wohl genügend Menschen, die dort ihre Jahresfreizeit abhalten und uns nicht zu knapp mit dem Virus versorgen - 9 % ist schon ne Hausnummer - zumal aus nem nicht klassischen Urlaubsland. Interessant!

Türkei (Risikogebiet): Da machen sicherlich viele Menschen aus unserem Land - wie auch schon die Jahre zuvor ihren Urlaub - auch trotz Corona und trotz dessen, dass dieses Land von Anfang an auf der Liste der Risikoländer beim RKI steht. Nur hat der Deutsche Staat vor ein paar Tagen die Reisewarnung für einige Regionen in der Türkei zurückgenommen - ganz entgegen allen anderen Entscheidungen, wo man der Empfehlung des RKI folgte... Im Falle Türkei folgte man anderen Dingen, welche sich mir noch nicht erschlossen haben. Hier wären die 4 % für mich also tatsächlich nachvollziehbar in Bezug auf Urlaub mit Familie in der Ferienzeit.

Kroatien (NICHT-Risikogebiet): Es deutete sich ja schon vor Tagen an, dass von dort evtl. einiges an Virenlast nach Deutschland transportiert wurde. Nunja, da es kein vom RKI ausgewiesenes Risikogebiet ist, ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Menschen die schöne Adria für ihren Urlaub aufgesucht haben.

Wir sehen, es gibt eine Durchmischung von Risikogebieten und NICHT-Risikogebieten bei den Infektionszahlen. Es ist also gar nicht so klar, dass Alles was eingeschleppt wird, auch aus der verbotenen Zone kommt. Eher im Gegenteil! 

Und genau da haben wir nämlich das Problem, wenn berichtet wird, die Zahlen würden steigen, weil die Leute aus ihren Auslandsurlauben zurückkehren. Anhand der Zahlen des RKI sind solche Schlagzeilen schlichte Stimmungsmache und einfach nicht wahr!

Und nun? Für mich steht fest, dass ein Risikogebiet nicht zwangsläufig ein Gebiet ist, aus dem viele Fälle eingeschleppt werden. Und für mich steht auch fest, dass überall dort, wo es Mobilität gibt - egal ob innerdeutsch oder grenzüberschreitend - sich natürlich auch ein Virus verteilen kann - das schlüpft ja an keiner Landesgrenze ausm Körper und sagt "Och nee lass mal, nach Sachsen will ich aber nicht mit einreisen".

Samstag, 8. August 2020

Coronatest nach Einreise aus Risikogebiet - der SPAHNsinn geht weiter




Nach der Landung empfing uns ja die deutsche Realität am Kofferband... siehe letzter Blogbeitrag. Die Fortsetzung sah so aus, dass ich angepöbelt wurde, weil ich eine Familie bat Abstand zu halten und die Masken richtig aufzusetzen... Kein Sicherheitspersonal, niemand den diese eng gedrängten Menschen aus aller Welt in der stickigen Halle interessieren. Unglaublich!

Als wir unsere Koffer hatten ging die Suche nach der Teststation los. Kein Hinweis im Flughafen, keiner hat uns im Flugzeug was gesagt, kein Personal was die Leute lotste... Nichts! Es interessiert auch hier einfach niemanden, ob sich jemand aus einem Flieger aus Katalonien testen lässt! Wohlgemerkt: seit heute besteht die Pflicht dazu! Und für uns war es selbstverständlich, den Test zu machen. Und ich finds auch richtig... nur hätte man sowas schon vor Wochen anbieten sollen.

Nachdem uns dann auf einem abseits gelegenen Flur ein Wachmann begegnete, konnten wir endlich fragen. Wir hatten zuvor gegoogelt. Aber wenn man sich nicht auskennt, findet mans eben nicht.


Am Testzentrum angekommen: Menschen in einer Schlange, warm, stickig. Beste Bedingungen, noch kurz vorm Test Corona mitzunehmen. Also angestellt. Abstand halten nach vorn und hinten ging. Aber zur Seite schwierig.


Das Testzentrum läuft wie auch das private gegenüber über Centogene. DRK und Bundeswehr scheinen aber hier das Personal zu stellen.

Jedem sei empfohlen, sich bereits vorher auf 
zu registrieren - ist stressfreier als mit einer Hand am Koffer in der Schlange. Mitreisende oder auch Kinder fügt man nach der Erstanmeldung einfach hinzu. Es gibt vor Ort auch Leute vom DRK die bei Problemen helfen. Die machen echt ganz freundlich und geduldig nen tollen Job und sagen die Website wohl mittlerweile nachts im Traum an.

Es hat niemand die von uns angegebenen Daten mit unseren Ausweisen verglichen. Es musste auch das Feld Passnummer nicht ausgefüllt werden. So wär ich auch hier als Brunhilde Musterfrau durchgekommen. Man braucht nur ne Mailadresse, die man auch empfängt.

Es ist auch völlig irrelevant woher man kommt. Es will niemand wissen, ob man aus einem Risikogebiet kommt oder überhaupt verreist war. Man muss nix nachweisen.

Und nichtmal eine Krankenversicherungskarte musste man vorzeigen. Krass irgendwie.

Dafür gings aber auch schnell. Nach genau 50 Minuten waren wir fertig. Ergebnis können wir nach ca. 24 h abrufen. Wir bekommen ne Mail.

Hier nochmal ein Lob und Respekt an die Leute von DRK und Bundeswehr, die diesen SPAHNsinn umsetzen, ertragen und das hilfsbereit und freundlich. Verliert nicht Euren Humor und Eure Motivation!

Wir warten nun mal und morgen um die Zeit sind wir schlauer.


Einreise aus dem Risikogebiet Katalonien - Deutschland setzt auf die Aussteigerkarte

Heut nun ging es zurück nach Deutschland. Unser Flug LH1135 ging von Barcelona nach Frankfurt. Und das qualifizierte uns definitiv, in die Situation der Einreise aus einem Risikoland zu geraten, obwohl wir ja vor 3 Wochen nicht in eins eingereist sind.

Und heute ist auch der erste Tag, an dem bei eben einer solchen Einreise ein Corona-Test verpflichtend ist. Und nochwas ist in diesem Zusammenhang ab heute neu: im Flugzeug ist eine Aussteigerkarte auszufüllen. 

Folgende Daten werden erhoben:

  • Beförderungsunternehmen incl. Liniennummer und Datum

  • Name, Wohnanschrift, Telefon, Mail (Anm.: es wird keine Ausweisnummer verlangt und es steht nirgend dass alle Felder Pflichtfelder sind)

  • Anschrift weiterer beabsichtigter Aufenthaltsorte in den nächsten 14 Tagen

  • Frage nach Symptomen

  • Frage nach bereits durchgeführtem Test

Zur Aussteigerkarte wurde folgendes Merkblatt mit ausgegeben:

Leider war es im Flugzeug nicht möglich, die angeführten Rechtsgrundlagen zu checken und die Infos hinter den QR-Codes zu lesen, da das Internet an Bord defekt war. Auch auf Nachfrage, keine Möglichkeit, online zu gehen.

Auch fehlt mir jeglicher Hinweis zum Thema Datenschutz. Aus dem Merkblatt geht hervor, dass es vom Bundesministerium für Gesundheit kommt und meine Daten wohl der für mich zuständigen Gesundheitsbehörde gemeldet werden. Dazu ist eben die Aussteigerkarte zu nutzen. Na das ist doch Service!

Auf Nachfrage bei der Crew erfuhr ich, dass man auch nicht sagen kann, welchen Weg die Daten konkret nehmen. Man sammelt die Zettel ein, packt sie in einen Umschlag, macht den zu und übergibt ihn einer Lufthansa-internen Stelle. Was danach mit meinen Daten passiert, konnte man mir nicht sagen. Wer wertet sie aus? Bekommen andere Firmen oder Dritte Kenntnis von meinen Daten? Was wird getan, damit sie nicht in falsche Hände geraten?

Es erfolgt beim Einsammeln der Zettel übrigens keinerlei Datenabgleich. D. h. wenn ich mich als Brunhilde Musterfrau ausgebe, merkt niemand dass ich das gar nicht bin. Niemand spürt mich auf. Und ob ein Datenabgleich zwischen Passagierliste und den eingesammelten Zetteln stattfindet, wage ich zu bezweifeln.

Fazit: netter Versuch, aber eben anfällig, unsicher, bürokratisch, antiquiert.  Neuer SPAHNsinn eben!

Bei der Einreise nach Spanien konnte ich ONLINE einen QR-CODE erstellen und habe meine Daten über eine GESICHERTE Verbindung SELBST übermittelt. Und auch die Spanier hatten die Maßnahmen relativ kurzfristig eingeführt.

Ist nun Deutschland ein technoligisches Entwicklungsland, sofern der Auftraggeber der Staat ist? Wissen die da oben nicht wie es geht und was es alles gibt? Vielleicht sollten sie mal mit Leuten reden, die sich auskennen…


So, nun sind wir gelandet. Nach dem Ausstieg kein Hinweis, wo das TestCenter ist… dafür aber ne Raucherlounge… 

Das ist übrigens die Situation am Kofferband:

Es kommen Koffer verschiedener Flieger an einem Band an!



Begleitet von Ansagen zur Maskenpflicht und dass man mind. 1.50 m Abstand zu Anderen halten soll... munter niest jemand ohne Maske in die Menge. Keinen juckts. 


WILLKOMMEN ZURÜCK IN DEUTSCHLAND!



Dienstag, 4. August 2020

Coronatest in Spanien nur mit Rezept - lachhaft wenns kein ernstes Thema wäre

In 4 Tagen wollen wir wieder nach Deutschland einreisen. Dummerweise hat Deutschland mitten in unserem Urlaub entschieden, dass wir nun aus einem Risikogebiet kommen. Ok, kann ja nunmal in der jetzigen Zeit passieren... siehe älteren Blogbeitrag dazu.

Da wir im Umgang mit dem Coronathema schon immer zur verantwortungsvollen Fraktiin gehören, wollte ich gern mit durchgeführtem Test nach Deutschland einreisen. Aber das scheint gar nicht möglich.

Hintergrund: Wir kommen abends zu einer Uhrzeit in FFM an wo kei Zug mehr nach Leipzig fährt. Also müssen in FFM in ein Hotel und am nächsten Tag mit dem Zug weiter. Wir können also der Forderung unserer Regierung, uns direkt nach Hause zu begeben nicht nachkommen.

Dies brachte mich auf die Idee, bereits hier in Spanien den Test zu machen. Also Tourismusbüro der letzten Station angeschrieben und nach Testmöglichkeiten gefragt. Antwort kam schnell. Dann Testinstitut (Echevarne) angeschrieben. Antwort kam auch schnell: wir dürfen hier nur getestet werden, wenn ärztliche Überweisung vorliegt.

Good afternoon,
To do the covid tests in our laboratory, a medical prescription is necessary.
Best regards,

Krankenkasse angeschrieben mit Frage nach Formalitäten, Situation der Übernachtung und Zugfahrt geschildert und um Unterstützung gebeten, um Risiko für andere zu minimieren. Antwort kam binnen Stunden:

...danke, dass Sie sich an uns gewandt haben.
 
Jeder, der aus dem Ausland nach Deutschland einreist, kann sich seit dem 1. August 2020 innerhalb von 72 Stunden kostenlos auf das Coronavirus testen lassen.
Einreisende aus Risikogebieten sollen, laut RKI, in Kürze zum Test verpflichtet werden.
Sachsen, die mit dem Auto oder Zug aus dem Urlaub zurückkommen, können sich am Flughafen, bei Ihrem Hausarzt oder Gesundheitsamt kostenlos testen lassen.

Der Anspruch auf eine Testung umfasst das Gespräch im Zusammenhang mit der Testung sowie die Entnahme von Körpermaterial, die Leistungen der Labordiagnostik und bei Bedarf die Ausstellung eines ärztlichen Zuegnisses über das Vorliegen einer Infektion.

Bitte nutzen Sie die Möglichkeit der kostenlosen Testung in Deutschland.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Heimreise.

Ernsthaft? Danke für nichts... fällt mir da nur ein. Ok. Dann kann das ja alles gar nicht soo dramatisch sein... angenehme Heimreise also mit Zwischenübernachtung und Zugfahrt quer durch Deutschland ohne Testergebnis. Geht klar - machen wir! Aber wenn wir dann in Sachsen angekommen sind sollen wir möglichst in häusliche Absonderung, obwohl wir zuvor vielleicht schon hunderte Kontakte hatten, da ein Test in Spanien ohne Rezept nicht möglich ist?

Warum drängt sich mir schon wieder der Verdacht auf, dass es ums Geld und nicht ums Virus geht?

Ok. Besorgen wir uns den Test eben erst in Deutschland... Aber mir braucht dann keiner mehr mit Quarantäne oder Kontaktverfolgung kommen. Dafür isses dann wohl im Ernstfall zu spät.

Geniessen wir eben weiter unseren Urlaub und opfern keine Urlaubszeit einem Test. Ist eben nicht gewollt. 

Ach ja... grad gelesen dass Teile der Türkei jetzt kein Risikogebiet mehr sind. Jo... fällt mir nix mehr ein zum Thema Vertrauen und Verantwortung. Gibt bestimmt ganz gesicherte Daten und ist bestimmt alles ganz unpolitisch und Geld spielt da sowieso keine Rolle.  

Fazit:
Es ergibt nicht immer alles Sinn, was Politiker sich ausdenken. War so. Ist so. Bleibt so. Da muss man eben den Anspruch an die Eigenverantwortung anpassen.

Peniscola - klingt komisch, ist aber wunderschön

Auf einer Halbinsel liegt die Altstadt von Peniscola hoch über dem Meer, welches zu einer Seite eine milchig himmelblaue Farbe aufweist. Schon dieser Anblick ist besonders.


Peniscola gehört zur Autonomen Region Valencia und dort zur Provinz Castellon.


Die Alstadt ist gesäumt von den riesigen Mauern der Burg und man muss schon ein paar Treppen laufen. Oben angekommen hat man von vielen Stellen einen schönen Ausblick. Die vielen engen Gassen beherbergen zahlreiche Restaurants und Tapasbars. Hier lässt es sich ne ganze Weile schlendern und in den vielen Lädchen stöbern.


Ausserhalb der Altstadt ist Peniscola eher Standard, aber nicht hässlich.

Geparkt haben wir am alten Hafen. Ca. 3h für 3 Euro. Preise beim Essen sehr unterschiedlich. Tapas gibts in manchen Lokalen ab 3,50 Euro, in anderen ab 10 Euro.

Für einen Drink empfehle ich die Bar (Treppe runter) Entres dos Aguas am alten Hafen. Hier kann man direkt am türkisen milchigen Wasser sitzen. Traumhaft! Da wurde bei Einlass bei uns übrigens zum ersten Mal Fieber gemessen. Sonst haben wir das nur bei Spaniern und Engländern beobachtet.


Fazit:
Sehenswert und wunderschön! Genug Zeit einplanen, um alles erkunden zu können. Auch hier heute relativ wenig Leute unterwegs und überall genug Platz zum Abstand halten.

Montag, 3. August 2020

Ebro-Delta ... Natur pur und nix zu Essen

Den heutigen Tag verbrachten wir im Ebro-Delta, also dem Gebiet wo der zweitgrösste spanische Fluss nach über 900 km ins Meer fliesst.

Unsere Tour begann mit dem Besuch des Informationszentrums und Freilichtmuseums. Parken hier kostenfrei. Eintritt 8 Euro pro Erw. und 4 Euro pro Kind. Der Rundgang führte über alte Salzseen, Aussichtsterrasse, Vogelbeobachtungsstation, alte Boote bis zu verschiedenen Fischernetzen. Es gab die Infos für uns nur in englisch. Auch war man etwas erstaunt dass wir Deutschen uns dahin verirrt haben. Wir wurden gleich auch gefragt, wie wir drauf aufmerksam geworden sind.

Ich mach mir hier an der Südküste mittlerweile meinen Spass draus, raten zu lassen woher wir kämen. Zuerst werden wir in spanisch angesprochen, dann versucht man es in englisch. Wenn man dann zu verstehen gibt, dass das zwar ok aber nicht unsere Sprache ist, wird meist gefragt, woher wir denn sind. Und wenn man dann Germany sagt, geben die Spanier auf und schauen erstaunt... die können hier meist nicht ein Wort deutsch.

Nach dem Freilichtmuseum fuhren wir richtung Süden zur Playa del Trabucador - einem ganz schmalen Landstreifen.

Hier wanderten wir im Sand und flachen Wasser. Mit dem Auto ist ab einem gewissen Punkt Schluss. Nur noch die Lkw dürfen die Sandstrasse Richtung Saline befahren.


Weiter ging es dann Richtung der Stelle wo der Ebro ins Meer gelangt. Unterwegs noch ein Stopp bei den Flamingos.


Dann fanden wir einen Hafen, von dem aus man mit einem Schiff bis zum Meer fahren kann. Also Auto geparkt und ab aufs Schiff.

Ganz vorn an Spitze wo der Ebro das Meer erreicht gab es unzählige Vögel.

Die Fahrt dauerte 45 Minuten und kostete für uns alle ca. 26 Euro. Sämtliche Ansagen übrigens nur in spanisch... wird Zeit dass der Zwerg da am Gymnasium was lernt... wir könnens nämlich nicht über das Nötigste hinaus. 

Parken am Hafen war kostenfrei. Von 3 Restaurants war nur eins offen und zu gut besucht. Zur Freude des Zwergs bestand das so schon späte Mittagessen gegen 15.30 Uhr dann eben aus Eis, Chips und Fanta... mehr war da nicht zu finden.

Es waren übrigens einige Touristen unterwegs. Sicher nicht so viele wie in einer normalen Saison, aber doch schon einige. Überwiegend Spanier - könnte dran liegen dass die jetzt auch Ferien haben und dieses Jahr Urlaub im eigenen Land machen. Eine deutsche Familie haben wir heut auch mal getroffen.

Gekauft haben wir unterwegs Wein aus dem Gebiet der Terra Alta (etwas nördlich von hier) und Reis, welcher im Ebro-Delta auf riesigen Flächen angebaut wird.

So konnten wir unser Abendessen mit Reis aus dem Ebro-Delta dann mit Blick auf dieses geniessen... auch mal was Besonderes.

Fazit:
Unbedingt das Ebro-Delta besuchen und nen ganzen Tag Zeit nehmen. Wunderschöne Strände, viel interessante Natur, jede Menge Vögel... vor allem die Flamingos sieht man ja nicht alle Tage. Hygienisch auch wieder alles sehr gut organisiert... Überall Handdesinfektion, Abstandsmarkierungen, Wegführungen. Einige Menschen ohne Maske gabs, aber wenige.



Sonntag, 2. August 2020

Albir und App. Albir Confort Avenida Golf ***+ - Ruhe und Luxus

Nur ca. 8 km von der Touristenhochburg Benidorm auf der anderen Seite des Maturschutzgebietes Serra Gelada liegt der Ort Albir. Hier geht es relativ ruhig zu, denn es gibt keine Bettenburgen.

Der Strand ist kiesig, das Meer klar. Der Ort hat eine sehr schöne Strandpromenade welche bis zum Nachbarort Altea führt. Sowohl an der Promenade als auch im Ort gibt es zahlreiche Bars, Restaurants und Geschäfte. Auch Bäcker sind vorhanden.


Nachdem unsere letzten Stationen stets Hotels mit Verpflegungsleistungen waren, hatten wir hier für 5 Nächte ein Apartment mit Selbstversorgung. Das Apartment von Albir Confort Avenida Golf ***+ ließ dabei keine Wünsche offen: ca. 50 qm gross, Bad mit Whirlwanne und Dusche, voll ausgestattete Küche incl. Nespressomaschine, sehr gute und ruhige Klimaanlage, Waschmaschine, WLAN, großer Balkon, Pool, Pooltücher und Bademäntel, fußläufig zum Strand und eine Tiefgarage auch für große Autos. Ne Flasche Sekt, Wasser, Tee, Kaffeekapseln und Kekse standen zur Begrüßung bereit... man konnte vorm ersten Einkauf erstmal ankommen.


Der Komplex besteht aus 2 Häusern, dazwischen der Pool und auf den Dächern jeweils noch eine Sonnenterrasse mit Liegen, Esstisch und Dusche. Insgesamt gibt es ca. 30 Apartments. Zu Beginn unseres Aufenthaltes waren 4 belegt, dann nur noch 2 (incl. uns). Auch dieses Haus ist eben mit dem derzeitigen Mangel an Touristen mitten in der Hauptsaison konfrontiert. Vorteil für uns: Ruhe und alleinige Nutzung des Pools.


Hygiene
An der Rezeption beim Checkin merkten wir bereits, dass man das Thema sehr ernst nimmt. Sämtliches wurde desinfiziert: Kugelschreiber, unsere Ausweise und Kreditkarte. Krass... aber gut! Auch unser Apartment war versiegelt, damit war sichtbar dass auch hier alles clean gemacht wurde. Auch liegt ein Hygienezertifikat aus.


Im Ort selbst wurde jeden Morgen die Promenade gereinigt und Flächen wo Menschen sich aufhalten oder sitzen wurden desinfiziert.

Fazit:
Als Urlaubsort ist Albir sehr zu empfehlen. Gute Infrastruktur, ruhiges Ambiente und sehr gepflegt. Mit dem Apartment hatten wir auch einen guten Griff - alles da was man braucht, gemütlich, sauber, groß und vor allem ruhig und wenig Menschen da. Zu Zeiten von Corona bislang das Beste auf unserer Tour um Abstand zu halten, aufs nichts verzichten zu müssen und sich wohlzufühlen.

Samstag, 1. August 2020

Guadelest - interessanter Ort mit schöner An- und Aussicht

Das Örtchen Guadalest ca. 20 km nördlich von Albir in den Bergen gelegen bietet reichlich Touristisches: Museen, ein Schloss, Aussicht auf den unterm Ort liegenden Stausee, Gassen zum schlendern, viele Läden mit schönem Kunsthandwerk, Restaurants und Cafes. Alles da, was das Touristenherz begehrt, welches für Geschichte, Landschaft und Genuss schlägt.


Nur fehlten auch hier die Touristen. Ok, ein paar waren diesmal da, aber dennoch erschien alles überdimensioniert für die paar Leute.


Wir haben das Museum und das Schloss besucht. Beides sehr interessant. Es gibt auch noch ein Miniatur-Museum im Ort, welches sicher auch interessant ist... aber eins am Tag reicht uns ;-)


Es gibt einen grossen zentralen Parkplatz, der bei unserem Besuch kostenfrei war. Der Eintritt fürs Schloss war 10 Euro für die 3köpfige Familie.

Mir dem Auto sind wir noch runter zum Stausee gefahren. Auch schön da unten!

Fazit:
Schöner Halbtagesausflug mit Geschichte und Ausblick.

Resümee der Südküstentour Spanien 2020

Nun sind wir seit einer Woche zurück aus dem Urlaub. 22 Tage waren wir unterwegs - davon 20 an der Spanischen Südküste. Als wir Mitte Juli s...